Vom Rufe nach Gott und seinem Erhören in Christus …
In unserer zumeist atheistischen Welt stellt sich vielen oft die Frage nach der Existenz Gottes in der Welt, nach dem Wirken des Heiligen Geistes im Dasein, in der Nachfolge Christi im Leben.
Für mich selbst ist dies zweifelsohne keine Frage, weil ich die Anwesenheit im Ruf und im Erhören des HERRN häufig vernehme, in unterschiedlicher Kraft, nicht immer festgehalten.
Weil ich dies jedoch in jüngster Vergangenheit besonders eindringlich erlebte und die Erinnerung daran lebendig ist, verspüre ich den Wunsch, es hier aufzuschreiben, sehr stark.
Das stille, geduldige Leiden …
Obwohl es anders sein sollte, gibt es im Schmerz, wenn etwas geschieht, das einen leiden lässt, eine nach innen gewandte Zeit, in der man verarbeitet, hofft, empfindet, sich dabei unweigerlich im Kreis dreht, ohne eine Lösung zu finden, wobei auch hier sicher Stoßgebete gen Himmel gerichtet werden.
Doch es sind bangende Tage, in denen es kaum möglich scheint, klar zu denken oder um Hilfe zu bitten.
Der Ruf nach dem Herrn
Nach einer Weile des Leidens, nicht mehr ein oder aus wissend und voller Unruhe, wuchs die Empfindung in mir, dass ich den Kummer wohl alleine nicht bewältigen konnte, und das Aufsuchen unseres Pfarrers kam mir in den Sinn.
Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen. (Matthäus 18,20)
Das war der Schlüssel, um das versperrte Tor zu öffnen.
Auch wenn nicht recht klar war, wie das Gespräch verlaufen sollte, so setzte sich doch ein innerer Prozess in Gang, der eindeutig mit dem inneren Ruf nach Hilfe, Unterstützung und spezifisch dem Glauben zu tun hat, denn ein Heilungsprozess begann, da negative Gefühle, der Sog der sündvollen, menschlichen Empfindungen, wie Rache, Eifersucht, Neid und Hass, gar nicht erst Wurzel fassen konnten und sich eine innere Ruhe und Gelassenheit entwickelten.
Der Ruf nach Hilfe im Herrn Christus bewirkte die Umkehr, die dann schließlich einen besseren Weg im Leiden aufzeigte. Obgleich es einer Bitte gleichzukommen mag, so sind es doch Offenheit, Demut und Hingabe, die Quelle eines Gebets sind und die Freisetzung guter Energien bewirken.
Es sollte als innere Grundlage dienen!
Und hier ist auch bedeutsam, dass es eben nicht alleine ein Ruf in den Himmel war, sondern die konkrete Hilfesuche bei einem Diener des Herrn, einem Pfarrer.
Der „Ruf nach Hilfe“ ist ein wichtiger Aspekt im Leiden.
Das Gefühl, die Bürden im Leben nicht länger alleine tragen zu können, Beistand zu benötigen und dann tatsächlich auch den Mut zu fassen, das Wort an jene zu richten vermag zu helfen, sei es ein nahestehender Mensch, ein Geistlicher, ein Vertrauter oder jede denkbare Person – und ist existenziell für die Heilung.
Manchmal kann sogar der innere Ruf bereits ein Anfang sein.
Auf diese Art und Weise ergeht es mir oft.
Und dann ist auch das Vertrauen auf die Heilung bedeutsam!
Die Umkehr im Glauben ist dann ein offener, sichtbar werdender Weg, der sich ruhig vor einem entfaltet und einem die Richtung aus dem Dickicht weist.
R. Rehahn, 02.10.2025
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Links
- Aus dem NEUEN TESTAMENT – Matthäus 18.20: https://www.bibleserver.com/cross-reference/LUT/Matth%C3%A4us18%2C20#verse-matth-c3-a4us28-2c20
- Aus dem SPUREN | JOURNAL – „Der Ruf nach Hilfe“: https://journal.spurenkreis.net/der-ruf-nach-hilfe/